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WND JAZZ 2022

10./11. und 16.-18. September 2022,
Kurhaus Harschberg und Saalbau St. Wendel


Wir leben in schwierigen Zeiten: eine für überwunden geglaubte Abgrenzungspolitik bestimmt die Agenda. Sollten interkulturelle Projekte keinen Einfluss mehr haben? Die Formationen bei WND JAZZ machen Hoffnung: mit großer Lust offerieren sie starke, äußerst originäre, überzeugende und überraschend integrative Lösungen aus der Auseinandersetzung mit verschiedenen Musiktraditionen: schottische, spanische Flamenco-, osteuropäische oder nahöstliche.

In diesem Jahr gibt es im Kurhaus zwei Prolog-Konzerte mit jungen Ausnahme-Musikern und drei Doppelkonzerte im Saalbau. Die Reihe mit spanischen Musikern wird fortgesetzt, ebenso Jazz for Kids. Die türkischen Frauen von Saarkult e.V. kredenzen wieder ein üppiges orientalisches Büffet.

 

Das Programm für 2022:

Sa 10.09. 20 Uhr, Prolog im Kurhaus Harschberg:

Jugendjazzorchester Saar feat. Kevin Naßhan

 

So 11.09. 18 Uhr, Prolog im Kurhaus Harschberg:

Matt Carmichael Quintett (GB)

 

Fr 16.09. 20 Uhr, Saalbau St. Wendel:

ZAKOUSKA (FR/BE)

GANNA Ensemble (UA/FR/SW/DE/AT)

 

Sa 17.09. 20 Uhr, Saalbau St. Wendel:

Klangcraft feat. Heinz-Dieter Sauerborn Quartett (DE)

Adam Ben Ezra Solo (Israel)

 

So 18.09. 11 Uhr, Saalbau St. Wendel:

Jazz for Kids: Pepe & Speedy (AT)

 

So 18.09. 18 Uhr, Saalbau St. Wendel:

Pablo Martín Caminero Trio “Al Toque” (SP)

Heiri Känzig “Travellin'” Sextett (CH)

 

 

 

Sa 10.09. 20 Uhr, Prolog im Kurhaus Harschberg:

Jugendjazzorchester Saar feat. Kevin Naßhan

Ein anspruchsvolles Repertoire im vollen Bigband-Sound, frisch interpretiert von der Talentschmiede des saarländischen Jazz-Nachwuchses! Neben Standards präsentiert das junge Ensemble Originalkompositionen von Les Hooper, Roy Hargrove und Alan Baylock und neue Arrangements von Bandleader Martin Sebastian Schmitt. Mit Kevin Naßhan als Solist am Schlagzeug wird das „Instrument des Jahres 2022 „Drumset“ gefeatured.
Das JugendJazzOrchester Saar ist ein Projekt des Landesmusikrates Saar. Das Auswahlensemble bietet jugendlichen Musikerinnen und Musikern die Möglichkeit, unter professioneller Leitung anspruchsvolle Literatur für Jazzorchester zu erarbeiten. U.a. steht die Teilnahme an zwei Bigband-Wettbewerben auf der Agenda. Beim Europäischen Bigband Wettbewerb in Luxemburg konnte das Ensemble im April 2022 einen ersten Platz erringen.

www.jjos.de

 

 

 

So 11.09. 18 Uhr, Prolog im Kurhaus Harschberg:

Matt Carmichael Quintett (GB)

Der Saxophonist Matt Carmichael ist ein Produkt der blühenden Jazzszene von Glasgow und gilt als “eine unverwechselbare neue Stimme in einer überfüllten Szene” (BBC Music Magazine). Seit seiner Jugend schreibt und spielt er seine eigene Musik und trat in ganz England auf. Matts Musik spiegelt seinen Geburtsort in den Highlands, Conon Bridge, wider; die schottische Landschaft und die traditionelle Musik haben seine Kompositionen mit ihren lyrischen und emotionalen Qualitäten geprägt. Carmichael lässt Melodien wirken. Einfache, aber äußerst charmante Themen. Auffällig sind sein warmer Ton und Sinn für Stimmungen, die sich in Ruhe aufbauen, sich genüsslich auskosten lasen und danach einen völlig organischen Schluss finden.

Im März 2021 veröffentlichte Matt sein Debütalbum „Where Will The River Flow”, das von Kritikern in ganz Europa gelobt wurde. Im Anschluss an die Veröffentlichung wurde Matt als Gastsolist der WDR Big Band in Köln eingeladen; Bob Mintzer arrangierte Matts Musik. Sein zweites Album erscheint im Herbst 2022 mit Charlie Stewart – Fiddle, Fergus McCreadie – Piano, Ali Watson – Bass und Tom Potter – Schlagzeug, alle bereits mit mehreren nationalen Auszeichnungen gekrönt.

www.mattcarmichaelmusic.com

 

 

Fr 16.09. 20 Uhr, Saalbau St. Wendel:

ZAKOUSKA (FR/BE)

Am Anfang stehen der Schrei und das Meer. Das französisch-belgische Quartett Zakouska präsentiert neue Kompositionen, inspiriert durch Reisen an die Häfen des Mittelmeers. Ihr drittes Album “La Criée ” (Der lärmende Fischmarkt) ist eine Hommage an diese Orte, die uns verbinden. Marseille, Heraklion, Athen und Istanbul sind einige der emblematischsten Schauplätze des Lärms im Morgengrauen. Kretische Serenaden, eine Fülle von Streichern sowie Tavernen-Atmosphäre, allesamt gespielt mit Geigen, Gitarre und Akkordeon, die diesen salzigen und lebendigen Melodien in einem intensiven Dialog neues Leben einhauchen. Die vier Musiker navigieren mit Einfallsreichtum und Vergnügen durch die Musik der Hafenstädte: virtuos, ultra-inventiv und furios groovy. Dieser unbändigen Spielfreude kann man sich nicht entziehen. Nach großen Tourneen und Presseerfolgen in Frankreich segeln sie nun zu neuen Horizonten!

Arthur Bacon – Akkordeon
Aline Haelberg – Geige
Elodie Messmer – Geige und Bratsche
Fabien Bucher – Gitarre

www.zakouska.com

 

 

 

 

Fr 16.09. 21.30 Uhr, Saalbau St. Wendel:

Ganna Ensemble (UA/FR/SW/DE/AT)

Die in Berlin lebende Ganna Gryniva ist eine mit vielen Preisen ausgezeichnete ukrainische Sängerin, Komponistin und Pianistin. Geboren wurde Sie in Krasnojarsk und wuchs in Wyshnjaky nahe Kiew auf. Sie komponiert und arrangiert für das Berliner Ethno-Jazz Ensemble. Das Quintett vereint die Melancholie der ukrainischen Folklore mit der traditionellen Jazzmusik, sowie den Einflüssen aus der klassischen und der experimentellen Musik. Inspiriert von mehreren musikalischen Forschungsreisen in verschiedene Regionen der Ukraine, erweckt GANNA die ukrainische Folklore zu einem zweiten Frühling und nimmt das Publikum auf eine Reise mit. Virtuos und spielerisch, aber auch voller Melancholie taucht das Quintett in die Geschichte und das Geheimnis verschiedener Musiktraditionen ein und erschafft eine neo-native Sprache. Das Debut-Album „Dykyi Lys“ („Wilder Fuchs“) des Quintetts erreichte große Anerkennung in der internationalen Musikpresse. Ihre Mitmusiker sind allesamt Preisträger diverser Auszeichnungen: der französische Tenorist Musina Ebobissé, der schwedische Pianist Povel Widestand, der deutsche Bassist Tom Bergmann und der Schlagzeuger Mathias Ruppnig aus Österreich.

www.ganna-gryniva.de

 

 

 

Sa 17.09. 20 Uhr, Saalbau St. Wendel:

Klangcraft feat. Heinz-Dieter Sauerborn Quartett (DE)

Klangcraft verbindet hypnotische Grooves mit expressiven Kollektivimprovisationen und begeistert mit ihrer kaum zu überbietenden Spielfreude. Das Quartett verbindet aktuellen Jazz, starke Grooves, Balkanbeats, Solopercussion und meditative Passagen zu einem höchst spannenden Flow-Erlebnis.

Schlagzeuger Hermann Kock ist hat die ersten Topseller Produktionen des Sagmeister Trios eingespielt und mit Peter Gigers „World Family of Percussion“ getourt. Bassist Moritz Grenzmann verbindet Akkordtappings mit Flageolets zu seinem unverwechselbaren Stil. Manuel Seng gibt durch sein virtuoses und expressives Pianospiel der Band eine unverwechselbare Note. Mit Heinz Dieter Sauerborn, seit 1998 Leadaltist der Big Band des Hessischen Rundfunks, hat Klangcraft einen renommierten Solisten am Alt- und Sopransax, der als einer der Topsolisten der weltweit anerkannten hr- bigband unterwegs ist und sich mühelos in das Bandkonzept einfügt. Gemeinsam sprengen Klangcraft und Heinz Sauerborn alle stilistischen Grenzen.

www.hermannkock.de

 

 

 

 

Sa 17.09. 21.30 Uhr, Saalbau St. Wendel:

Adam Ben Ezra Solo (Israel)

Kontrabass-Phänomen, Multiinstrumentalist und YouTube-Sensation – das ist Adam Ben Ezra. Ganz gleich, ob er seine Original-Kompositionen spielt oder kreative Coverversionen interpretiert – das autodidaktische Multitalent aus Israel begeistert sein Publikum im Nu. Inspiriert von Bach, Sting, Bobby McFerrin oder Chick Corea präsentiert sich Adam Ben Ezra als Komponist ohne musikalische Grenzen und erweitert sein Spektrum kontinuierlich um neue Farben und Elemente von Jazz, Latin und mediterraner Musik mit nahöstlichen Einflüssen. Seine Videos mit weit über zwanzig Millionen Views begeistern Fans weltweit. Als legendär gelten vor allem seine Konzerte, die grandiose Live-Erlebnisse garantieren: Jazz FM attestiert ihm “eine umwerfende Virtuosität und atemberaubende sportliche Leistung”. Adam Ben Ezra singt, trommelt, spielt Kontrabass, Keyboards, Klarinette und Flöte, mit Glöckchen am Knöchel und bewegt sich mit der warmen Leichtigkeit von jemandem, der zu Hause für ein paar Freunde spielt und der Schnelligkeit eines Zauberers.

www.adambenezra.com

 

 

So 18.09. 11 Uhr, Saalbau St. Wendel:

Jazz for Kids: Pepe & Speedy (AT)

Eine vergnügliche Reise rund um Gitarre, Saxophon und Pepephon

„Achtung, fertig, los! heißt es, wenn Speedy Gitarros mit seinen flinken Fingern in die Saiten greift. Pepe spielt auf seinem Instrumentengepäck – was hat er drin wohl für Klänge versteckt? Saxophon und Klappernette spielen um die Wette. Aber wie klingt wohl der Ton vom Pepephon?! Speedy spielt mit Pepe, Pepe spielt mit Speedy: Hier spielt die Musik!“
Gemeinsam mit dem Publikum forschen die beiden Musiker nach Klängen, Rhythmen und Melodien aus Jazz, Pop, Folk und Klassik.

Christoph Pepe Auer – Pepephon, Klarinetten, Saxophon & Thomas Mauerhofer – Gitarre

www.pepeauer.com/pepe-speedy

 

 

 

So 18.09. 18 Uhr, Saalbau St. Wendel:

Pablo Martín Caminero Trio “Al Toque” (SP)

Der gebürtige Baske Pablo Martín Caminero studierte klassischen Kontrabass an der Hochschule in Wien. Danach siedelte er nach Madrid um und begann dort seine Karriere als Bassist, Komponist und Produzent. Aufgrund seiner musikalischen Vielseitigkeit spielte er von Beginn mit Musikern unterschiedlichster Stilrichtungen zusammen, so u.a. mit Flamencogrößen wie Gerardo Núñez oder Jorge Pardo sowie diversen anderen Jazz-, Klassik- oder Barock-Musikern. Außerdem schrieb er zahlreiche Filmmusiken. Sein Hauptaugenmerk gilt inzwischen seinem eigenen Trio, mit dem er 2021 das Album „Al Toque“ einspielte, einem Repertoire mit klassischen Flamenco-Gitarrenthemen, die er für das klassische Jazz-Trio arrangierte: der Puls des Flamencos ist mit Paquito González, dem gefragtesten Percussionisten und Cajon-Spieler des Flamencos, stets präsent. Der erfahrene Jazzpianisten Moisés Sánchez veredelt die Themen, Falsetas und Improvisationen. Moisés gilt als eines der größten Talente der europäischen Szene. Er ist in der Lage, die gesamte Geschichte des Genres zu destillieren und radikal einzigartig zu klingen. Caminero schöpft alle Spieltechniken seines Kontrabasses voll aus und geht mit diesem ambitionierten Projekt einen neuen Schritt in der Verbindung von Flamenco und Jazz.

Pablo Martín Caminero – Kontrabass
Moisés P. Sánchez – Piano
Paquito González – Percussion

www.pablomartincaminero.com

 

 

 

 

So 18.09. 19.30 Uhr, Saalbau St. Wendel:

Heiri Känzig “Travellin'” Sextett (CH)

Heiri Känzig gilt seit den 1970er-Jahren als einer der führenden Jazzbassisten der Schweiz und musikalischer Weltenbummler. Er gehörte zur Urbesetzung des Vienna Art Orchestra und hat sich u.a. als Sideman von Jazz-Größen wie Kenny Wheeler oder Ralph Towner einen Namen gemacht. Er legt mit „Travelin‘“ eine neue CD vor, die das Reisen zum Inhalt hat: Wir erleben die „Nighttime in Mombasa“ oder den „Cloudy Bosphorus“. Wir tanzen mit Delphinen, und Heiri Känzig lässt uns eine andere Welt erleben. Gerade der Sound der Oud und der ergreifende Gesang von Veronika Stalder erwecken ein starkes Fernweh. Der Einsatz der Oud und die südostasiatisch beeinflusste Gesangslinien, die auch gerne mit gejodelten Snippets arbeiten, sind weder exotische Klangfärbungen noch regionale Bezugsgrößen. Sie sind Teil einer Geisteshaltung, die den Jazz als musikalische Universalsprache begreift, eine Art des improvisatorischen Denkens, die in der Lage ist, potentiell alle Sprachen samt ihrer dialektalen Färbungen zu integrieren, denn Jazz ist von Beginn an ein Amalgam.

Veronika Stalder – Gesang
Matthieu Michel – Flügelhorn
Amine Mraihi – Oud
Marc Méan – Piano
Heiri Känzig – Kontrabass
Lionel Friedli – Schlagzeug

www.heirikaenzig.com

 

 

Veranstalter: Jazzförderkreis St. Wendel e.V. und Kreisstadt St. Wendel in Kooperation mit SR2 und dem Frauenbüro des Landkreises St. Wendel im Rahmen der Frauenkulturtage

Schirmherr: Bürgermeister Peter Klär

Tickets unter: www.wndjazz.de/tickets-start/ oder bei allen Ticket-Regional-Vorverkaufsstellen bzw. www.ticket-regional.de; Reservierung unter contact@wndjazz.de und an der Abendkasse

Ohne Euch gäbe es WND JAZZ nicht – DANKE allen Sponsoren und öffentlichen Unterstützern!